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Ehe- und Familienrecht

Auf den folgenden Seiten möchte ich Sie über das Leistungsangebot der Kanzlei informieren. Ich konzentriere mich auf folgende Schwerpunkte und helfe Ihnen gerne in diesen Bereichen:

Unterhaltsrecht

Der Kindesunterhalt bemisst sich nach der Düsseldorfer Tabelle. Dabei ist das Einkommen des Unterhaltspflichtigen, das Alter des Unterhaltsberechtigten und die Zahl der Unterhaltsberechtigten zu beachten.

Zum 1. Januar 2018 wurde die Düsseldorfer Tabelle zuletzt angepasst.

Zur Überprüfung der zu zahlenden Unterhaltsbeträge für Kinder ist eine Nachfrage beim Jugendamt bzw. einem Rechtsanwalt anzuraten. Die aktuelle Düsseldorfer Tabelle finden Sie unter: 

Elternunterhalt

Sie werden für Heimkosten eines Elternteils zur Zahlung herangezogen?
Bei der Berechnung des Elternunterhaltes gilt es vieles zu beachten. Unter anderem gelten hier für die Kinder relativ großzügige Freibeträge bei Einkommen und Vermögen. Für eine genaue Berechnung sollten Sie immer anwaltlichen Rat einholen.
 

Vermögensrechtliche Auseinandersetzung

vermögensrechtliche Auseinandersetzung

zunächst ist zu prüfen, welcher Güterstand in Ihrer Ehe besteht.

Neben dem gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft kann im Rahmen eines notariellen Ehevertrages der Güterstand der Gütertrennung bzw. der Gütergemeinschaft vereinbart werden
Beim Güterstand der Gütertrennung und der Gütergemeinschaft gibt es keinen Zugewinnausgleich.

Der Anspruch auf Zugewinnausgleich wird folgendermaßen berechnet:

- zunächst ist bei jedem Ehepartner das Anfangsvermögen, das auch aus Verbindlichkeiten bestehen kann,
  zu ermitteln. Zum Anfangsvermögen zählen auch während der Ehezeit erhaltene Erbschaften.
  Die ermittelte Summe ist um die Geldentwertung zu bereinigen.

- im nächsten Schritt ist das Endvermögen zu berechnen. Stichtag für die Berechnung des Endvermögens ist 
  der Tag der Zustellung des Scheidungsantrages. Auskunft über das Vermögen ist aber auch für den Tag 
  der Trennung zu erteilen, um Vermögensverschiebungen vorzubeugen.

- steht bei jedem Partner das Anfangs- und Envermögen fest, ergibt sich aus der Differenz zwischen End- 
  und Anfangsvermögen der Zugewinn.

- im nächsten Schritt wird der Zugewinn der beiden Partner gegenübergestellt. Derjenige Partner mit dem
  höheren Zugewinn muß die Hälfte der Differenz an den anderen als Zugewinnausgleich auszahlen.  

Beispiel:

Anfangsvermögen:
         Mann: 15.000,-- €             Frau: 10.000,-- €

Endvermögen:
         Mann: 65.000,-- €              Frau: 30.000,-- €

Zugewinn:
         Mann: 50.000,-- €              Frau: 20.000,-- €

Zugewinnausgleich:

         Zugewinn Mann:  50.000,-- €
         Zugewinn Frau:    20.000,-- €
         Differenz:              30.000,-- €

         hiervon 1/2:           15.000,-- €

Ergebnis:

         Mann hat an Frau 15.000,-- € Zugewinnausgleich zu zahlen.

Sorgerecht für Kinder

Das Sorgerecht für Kinder umfasst die Teilbereiche Personensorge, Vermögenssorge, Gesundheitssorge und das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Das Gericht kann einzelne Bereiche einem der Elternteile zuordnen. Beispielsweise kann bei gemeinsamer elterlicher Sorge einem Elternteil das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen werden. Damit hat dieser Elternteil das Recht den Aufenthaltsort des Kindes festzulegen. Alltagsentscheidungen darf dann der Elternteil treffen, bei dem sich das Kind aufhält. Entscheidungen von Gewicht wie z.B. Wahl der Schulart oder eine absehbare Operation müssen von beiden Elternteilen gemeinsam getroffen werden. Bei allen Entscheidungen der Eltern hat stets das Kindeswohl Vorrang.

Gestaltung von Eheverträgen

Beratung bei der Erstellung eines Ehevertrages:
Durch die höchstrichterliche Rechtsprechung wurden die Möglichkeiten bei der Gestaltung von Eheverträgen stark eingeschränkt. Eingriffe in den Kernbereich der Ehe, etwa der Verzicht auf Unterhalt eines Partners auf Unterhalt trotz der Erziehung von kleinen Kindern, sind nicht mehr möglich.

Umso wichtiger ist fachlicher Rat, um den Ehevertrag entsprechend den Vorgaben der Rechtsprechung abzufassen und die Regelungsmöglichkeiten bestmöglich auszuschöpfen.

Erbrechtliche Beratung

Im Bürgerlichen Gesetzbuch, dem BGB, befasst sich das Fünfte Buch ab § 1922 mit dem Erbrecht. Grundsätzlich wird dabei zwischen der gesetzlichen Erbfolge und der sogenannten gewillkürten Erbfolge unterschieden. Von gewillkürter Erbfolge spricht man, wenn ein Testament oder ein Erbvertrag vorliegt. Beim Abfassen eines Testamentes sind eine Vielzahl von Interessen des Testierenden zu bedenken. Grundsätzlich ist jedem anzuraten, ein Testament zu errichten, damit sein Nachlass entsprechend seiner Wünsche verteilt wird. Zu beachten sind dabei aber eventuell bestehende Pflichtteilsansprüche des Ehegatten, der Kinder und unter Umständen der Eltern. Deshalb sollte bei Abfassen eines Testamentes stets der Rat eines Rechtsanwaltes oder Notars in Anspruch genommen werden. Nur so ist gewährleistet, daß Ihr Wille schließlich auch umgesetzt wird.

Umgangsrecht mit Enkeln

Auch Großeltern steht ein Anspruch auf Umgang mit den Enkelkindern zu, wenn dieser von den Eltern nicht gewährt wird. Voraussetzung ist, dass der Umgang dem Kindeswohl entspricht.

Neues Unterhaltsrecht

Seit dem 01. Januar 2008 gilt ein neues Unterhaltsrecht. Mit diesem soll den Änderungen der gesellschaftlichen Verhältnisse seit der letzten Reform 1976/1977 Rechnung getragen werden. Dabei wurde die Schutzbedürftigkeit der Kinder herausgestellt. Der Schutz des Partners trat demgegenüber in den Hintergrund. Inwiefern sich diese Gesetzesänderung im Einzelfall auswirkt, ist im Einzelfall zu klären.

Vertretung durch Rechtsanwalt

Oft sind Mandanten der Meinung, dass sie sich von einem gemeinsamen Rechtsanwalt im Scheidungsverfahren vertreten lassen können. Diese Ansicht ist aber falsch. Der Rechtsanwalt als einseitiger Parteivertreter darf immer nur eine Partei vertreten. Vertritt er beide Parteien, macht er sich wegen Parteiverrates strafbar. Es besteht aber die Möglichkeit, dass nur eine der beiden Parteien einen Rechtsanwalt beauftragt, die andere nicht. Zwingend vorgeschrieben ist ein Rechtsanwalt nämlich nur für die den Scheidungsantrag stellende Partei. Wenn zwischen den Parteien also keine Streitpunkte vorhanden sind, genügt für das Stellen des Scheidungsantrages grundsätzlich ein Anwalt. Dieser kann aber nur diejenige Partei vertreten, für die er den Scheidungsantrag gestellt hat.

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